
Dies ist die Website und das Blog zum Buch "Wir nennen es Arbeit – die digitale Bohème oder intelligentes Leben jenseits der Festanstellung" von Holm Friebe und Sascha Lobo. Das Buch handelt davon, wie eine neue Klasse von Selbstständigen mit Hilfe digitaler Technologien dem alten Traum vom selbstbestimmten Arbeiten in selbstgewählten Kollektivstrukturen ein gutes Stück näher kommt. Das Blog schreibt das Buch fort, gibt Updates zu den einzelnen Kapiteln und informiert über neueste Entwicklungen und Frontverläufe im Kampf um den Individualismus 2.0.
01.10.2006 | 17:51 | Sascha Lobo | - Der unflexible Mensch | - Die parallele Gesellschaft
Dass etwas mit dem System Festanstellung nicht stimmen kann, merkt man vor allem, wenn man rein will, aber nicht kann. Belege dafür kann man jeden Tag auf dem Hartz-IV-Blog nachlesen. Natürlich bietet die Selbständigkeit im Sinne der digitalen Bohème nicht jedem eine Alternative. Ein Umdenken und langsames Abtauen der Fixierung auf 08/15-9-to-5-Jobs kann aber sicher nicht schaden. Auf dass genügend Menschen irgendwann ins System reinkönnten, aber nicht mehr wollen.
01.10.2006 | 17:30 | Sascha Lobo | - Das soziale Netz
Wie die Futurezone des ORF uns mitteilt, kauft Yahoo Jumpcut.com, eine Plattform, bei der man seine Videoclips nicht nur einstellen kann wie etwa bei YouTube, sondern auch mit einer Vielzahl von Tools online bearbeiten. Nach flickr und del.icio.us ist das die dritte grössere Neuerwerbung, mit der Yahoo auf User Generated Content und den ganzen Web-2.0-Kiki setzt. Eine kleine Wette auf die nächste Einkaufstour habe ich auch im Angebot: facebook.com ist noch im Angebot für eine schmale Milliarde Dollar.
Eine Liste der Fehler und Ergänzungen, die uns erst nach Drucklegung des Buches aufgefallen sind, und die in den Folgeauflagen korrigiert werden. (Wir sind dankbar für jeden Hinweis):
S. 29: Andrian Kreye heisst schon seit geraumer Zeit Andrian mit n.
S. 32: Tony Blairs Kampagne hiess korrekt Cool Britannia in Anspielung auf "Rule, Britannia" (Dank an Gunnar Lützow für dne Hinweis).
S. 52: "Nicola Richter" schreibt sich in Wahrheit Nikola Richter und ist ganz nett.
S.118 *neu*: Maik Schmidt merkt etwas haarspalterisch an, es müsse "der Schuster bleibt bei seinem Leisten" heissen. Da wir aber davon ausgehen, dass der Schuster über mehrere Leisten verfügt und der Plural von Leisten auch Leisten lautet, bleiben wir bei unserer Version, und Google gibt uns dabei Recht.
S. 121: *neu* Erster Satz, zweiter Absatz: Das "aus" vor dem Komma kann weg, danke, Markus!
S. 154: Die Südkoreanerin Lee Hye Ryung gab ihr Unbehagen über das Nicht-Online-Sein in der Newsweek vom 7. Juni 2004 zu Protokoll.
S. 163: Bei dem Wort "mihilfe" in der zweiten Zeile wurde schlicht ein "t" vergessen.
S. 169: Die (ehemalige) Band von Sänger Morrissey heisst natürlich "The Smiths" mit s, aber wenigstens ist Morrissey richtig geschrieben.
S. 190: Hier wird Nico Lumma als "Blogger und Blogunternehmer" bezeichnet. Das ist insofern falsch, als dass er Blogger und Blogangestellter ist. Geschäftsführer zwar, aber eben angestellt.
S. 198: "Gerow von Randow" heisst Gero von Randow – ein "-ow" genügt. Danke an Leserin Sopran für den Hinweis.
S. 199 *neu*: Leser Matthias macht uns auf einen wirklich beknackten Fehler aufmerksam, der beim Üertragen der handschriftlichen Fahnenkorrektur entstanden sein muss: Gemeint ist natürlich die bizarre "Gebührenregelung" der Gema für Podcasts – nicht Geburtenregelung.
S. 204: Herr 500 Beine gibt zu Protokoll, er habe "einige Hundert" mehr Leser als 1.500. Die Zahl stammt aus einer frühsommerlichen Überschlagsrechnung des akzeptierten Blogbesucherzähldienstes von Blogscout.de. Inzwischen sind das natürlich noch viel mehr.
S. 210: Nochmal Zahlen und Blogs, ein schwieriges Thema, hier heisst es, Bildblog habe mehr als 50.000 Leser am Tag nach interner Statistik. Das ist nicht ganz korrekt, es handelt sich um eine Zahl des erwähnten Zähldienstes. Intern sind es natürlich noch viel, viel mehr. Wie bei den meisten Blogs. Die Zahl selbst ist aber korrekt.
S. 205 & 303: Besonders lustig ist der Fehler, dass Herr Mathias Winks auf den Seiten 205 und 303 zum falschen "Matthias mit zwei t" wird. Auf Seite 291 hingegen ist er richtig geschrieben. Das tut uns leid.
S. 208: Johnny Haeusler und Max Winde betreiben mitnichten "den ersten deutschen Blog" – es fehlt dort "-verlag" am Ende. Und auch das ist nur mittelkorrekt, eigentlich müsste es heissen, dass Johnny Haeusler und Tanja Kreitschmann den ersten deutschen Blogverlag betreiben und Max Autor und technischer Dings ist.
S. 252: Der aufmerksame Leser Christian Y. Schmidt weist uns darauf hin, dass die chinesische Stadt in der Umschrift Fuzhou nicht "Fudzhou" geschrieben wird – ein Übertragungsfehler aus dem Englischen.
S. 291 *neu*: Ein Fehler anderer Art ist uns bei der Konzepterstellung unterlaufen: Während uns der deutsche Begriff "digitale Bohème" bei der Vorrecherche nicht besetzt erschien, wäre uns die englische Variante "Digital Bohemia" sicher aufgefallen, dass der Begriff "Digital Bohemian Lifestyle" seit etwa zehn Jahren kursiert und geprägt wurde von Elisa und Gary von Station Rose. Insofern fehlt in der Danksagung eine Anmerkung wie etwa "Der englische Begriff 'Digital Bohemian Lifestyle' stammt ursprünglich von Gary und Elisa von Station Rose. Das wussten wir jedoch nicht, als wir den deutschen Begriff 'Digitale Bohème' geprägt haben. Sorry dafür & Credits an www.stationrose.com".
S. 303: Ausserdem ist dem aufmerksamen Leser Schmidt auch als erstem aufgefallen, dass Charles F. Sabel im Register mit Nachnamen "Sasel" heisst. Allerdings handelt es sich dabei um den einzigen mutwillig und vorsätzlich auf Wunsch von Sascha Lobo eingebauten Fehler – ein kleines Tribute an Jacques Palminger von Studio Braun, dessen Telefonsketch als "Hauptadelsarchiv Bamberg", in dem der Name "Sasel" eine zentrale Rolle spielt, uns während des Schreibens ein steter Quell der Freude war. Hallo Jacques.