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Etwas Besseres als die Festanstellung finden wir allemal

Dies ist die Website und das Blog zum Buch "Wir nennen es Arbeit – die digitale Bohème oder intelligentes Leben jenseits der Festanstellung" von Holm Friebe und Sascha Lobo. Das Buch handelt davon, wie eine neue Klasse von Selbstständigen mit Hilfe digitaler Technologien dem alten Traum vom selbstbestimmten Arbeiten in selbstgewählten Kollektivstrukturen ein gutes Stück näher kommt. Das Blog schreibt das Buch fort, gibt Updates zu den einzelnen Kapiteln und informiert über neueste Entwicklungen und Frontverläufe im Kampf um den Individualismus 2.0.

Links & Literatur

Literaturlinks und Webressourcen, die in das Buch "Wir nennen es Arbeit" eingeflossen sind, untergliedert nach den Kapiteln:

1. Das Prinzip Bohème

Material zu British Government Task Force "Creative Industrys"

Richard Floridas Website zur "Creative Class"

Papier "Kulturberufe – statistisches Kurzportrait zu den erwerbstätigen Künstlern, Publizisten, Designern, Architekten und verwandten Berufen im Kulturberufemarkt in Deutschland 1995-2003" von Michael Söndermann im Auftrag der Bundesregierung (PDF)


2. Der Unflexible Mensch

Petition an den Bundestag für bezahlte Praktika

Zusammenfassung der Gallup-Befragung zum Motivationsgrad von Angestellten auf der Website des GKM-Instituts für Gesundheitspsychologie

Untersuchung zu Arbeitsstunden der Angestellten, die beim Bloglesen in den USA verloren gehen


3. Die Währung Respekt

Website von Mark Ecko und seinem Label "Still Free"

Untersuchung zu Markenwerten von Fussballern von der Werbeagentur BBDO

Experiment der Fachhochschule Würzburg-Steinfurt mit fiktiven Bewerbungen


4. Work in Projects

Volltext-Download von Charls Leadbeaters und Kate Oakleys "The Independents"

Arbeitspapier "Flexible Wissensarbeit: AlleindienstleisterInnen zwischen Privileg und Prekarität" von Sigrid Betzelt, Zentrum für Sozialpolitik, Uni Bremen (PDF)

Materialien zur "Soho"-Studie ("Potentiale neuer Unternehmens- und Beschäftigungsformen von telekooperativ organisierten Dienstleistungen") von Ralf Reichwald und eine Studienzusammenfassung als Chartvortrag (PDF)

Paul Grahams Essay "How to do what you love?"

Volltext-Download von Daniel Defoes Essay "Upon Projects"

5. Bohème und Big Business

Website des Project Fox


6. Place does Matter

Motorola-Studie "Generation Here"

DiskussionsbeitragPapier "Raumstruktur im Internetzeitalter: Tod der Distanz?"des Instituts für Weltwirtschaft an der Universität Kiel. (PDF)

Richard Floridas Artikel "The World is Spiky" aus "The Atlantic Monthly" (PDF)

Website des Projekts "Shrinking Cities" der Bundeskulturstiftung


7. Das Soziale Netz

Frank Hartmanns Aufsatz "Weltkommunikation – vom Kabel zum Netz" auf Telepolis

Paul Grahams Aufsatz zum Web 2.0

Markus Angermeiers Web 2.0-Mindmap-Cloud

Flickr-Seite mit Logos von Web-2.0.Firmen

Artikel "Aus E-Commerce wird Social Commerce" von Holger Schmidt auf FAZ.net

Jaron Laniers Essay "Digital Maoism: The Hazards of the New Online Collectivism" auf edge.org und die Diskussion darzu


8. Kommunizierende Röhren

Kevin Kellys Artikel "We are the Web" in "Wired"

BBC-Chef Mark Thompsons Rede, in der er das Ende der Broadcasting-Ära ausruft

Katrin Harrassers Aufsatz "Was aus der Mitte flüchtet. Sind Weblogs Archive des 'schwebenden Urteils'?" auf Kakanien.ac.at

Die Selbstdarstellung der Journalistenvereinigung "Netzwerks Recherche"


9. Virtuelle Mikroökonomie

Chris Andersons "Wired"-Artikel "The Long Tail" und das zugehörige Weblog


10. Money For Nothing

Download von Edward Castronovas Originalartikel "Virtual Worlds: A First-Hand Account of Market and Society on the Cyberian Frontier"

Arbeitspapier der OECD zum "Digital Broadband Contetn" mit Prognosen zur Entwicklung des Online-Gaming-Sektors (PDF)

Julian Dibbles Protokoll seines Experiments, ausschliesslich von virtueller Geschäftstätigkeit zu leben

Umfangreiche Artikelsammlung zur Entwicklung der Gaming-Branche vom Forecasting-Institut "DFC Intelligence"

Übersicht über die meisten virtuellen Welten mit Artikelsammlungen zum Thema

"Wired" porträtiert Linden Labs Chef Philipp Rosedale und stellt einen Vergleich mit Allen Greenspan an


11. Die parallelen Gesellschaft


Download des "Handbuchs Europäisches Konzept für Zugänglichkeit" des Europäischen Instituts Design für Alle in Deutschland e.V.
(PDF)

Website von Sinus Sociovision mit Informationen zu Sinus-Milieus und Zukunftsszenarios

Videodokumentation einer Podiumsdiskussion zum Thema "Bedingungsloses Grundeinkommen als Antwort auf die Krise der Arbeitsgesellschaft"

Das Buch

Kurzbeschreibung

Sie verzichten dankend auf einen Arbeitsvertrag und verwirklichen den alten Traum vom selbstbestimmten Leben. Mittels neuer Technologien kreieren sie ihre eigenen Projekte, Labels und Betätigungsfelder. Das Internet ist für sie nicht nur Werkzeug und Spielwiese, sondern Einkommens- und Lebensader: die digitale Boheme. Ihre Ideen erreichen – anders als bei der früheren Boheme – vor allem über das Web ein grosses Publikum und finanzieren sich damit. Ein zeitgemässer Lebensstil, der sich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt.

Auf Angestellten-Frust kann man mit der "Entdeckung der Faulheit" reagieren, wie es Corinne Maier in ihrem Bestseller fordert: Arbeitszeit absitzen, sicheres Gehalt einstreichen. Die digitale Boheme repräsentiert die mutigere Alternative: Immer mehr junge Kreative entscheiden sich für das Leben in Freiheit. Ihr Hauptziel ist nicht das Geldverdienen, sondern ein selbstbestimmter Arbeitsstil, der den eigenen Motiven folgt – in unsicheren Zeiten vielleicht die überlegene Strategie. Denn ihre enge Einbindung in soziale, künstlerische und digitale Netzwerke bringt ständig neue, teilweise überraschende Erwerbsmöglichkeiten mit sich. Sie schalten Werbebanner auf ihren Websites, handeln mit virtuellen Immobilien, lassen sich Projekte sponsern oder verkaufen eine Idee an einen Konzern. Ihre Produkte und ihre Arbeitsweise verändern den Charakter der Medien und des Internets, bald auch den der Gesellschaft. Holm Friebe und Sascha Lobo porträtieren die digitale Boheme: Sie stellen erfolgreiche Konzepte und innovative Ansätze vor und erklären wirtschaftliche, technische und soziale Entwicklungen und Hintergründe. Ihre spannende Analyse einer zukunftsgewandten Daseinsform inspiriert dazu, so zu arbeiten, wie man leben will.


Die Autoren

Holm Friebe, geboren 1972, ist Volkswirt und Journalist. Er arbeitete als Trendforscher und Headwriter einer Literatursendung auf MTV, bevor er 2002 in Berlin mit Freunden die virtuelle Universalfirma Zentrale Intelligenz Agentur gründete. Als Geschäftsführer ist er dort zuständig für Strategie und Formatentwicklung, hat unter anderem "Powerpoint-Karaoke" erfunden und das Weblog Riesenmaschine.de konzipiert. Texte von ihm erscheinen in Jungle World, taz, Titanic, Neon und Kursbuch. Für die Berliner Zeitung schreibt er die Trendkolumne "Das nächste grosse Ding".

Sascha Lobo, geboren 1975, ist freier Werbetexter. In der Zeit der New Economy gründete er eine eigene Werbeagentur, die innerhalb von sechs Monaten auf über 30 Mitarbeiter anwuchs und elf Monate später Insolvenz anmeldete. Danach arbeitete er bei einer Berliner Werbeagentur als Kreativdirektor für den Bereich Internet, entwickelt freiberuflich Markenkonzepte und Kampagnen und schreibt unregelmässig für die Zeitschrift Blond. Seit Juni 2005 ist er Mitherausgeber und leitender Redakteur des Weblogs Riesenmaschine.de.

Die parallele Gesellschaft

Die digitale Bohème eröffnet mit ihren Spielarten der Arbeit eine Welt, in der sich eine Frage neu stellt: Wie wollen wir leben? Mancher mag zunächst in ein Vakuum fallen, wenn er nicht fünf Tage die Woche jeweils zehn Stunden gesagt bekommt, was sein Ziel zu sein hat. Aber mittelfristig geht es auch für breitere Volksschichten um einen Lebensentwurf, der durch das Wollen bestimmt ist und nicht durch das Müssen.

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