
Dies ist die Website und das Blog zum Buch "Wir nennen es Arbeit – die digitale Bohème oder intelligentes Leben jenseits der Festanstellung" von Holm Friebe und Sascha Lobo. Das Buch handelt davon, wie eine neue Klasse von Selbstständigen mit Hilfe digitaler Technologien dem alten Traum vom selbstbestimmten Arbeiten in selbstgewählten Kollektivstrukturen ein gutes Stück näher kommt. Das Blog schreibt das Buch fort, gibt Updates zu den einzelnen Kapiteln und informiert über neueste Entwicklungen und Frontverläufe im Kampf um den Individualismus 2.0.
Der am stärksten wachsende Markt der Unterhaltungsindustrie sind Online-Rollenspiele. Nicht nur neue Länder und Welten entwickeln sich im Netz – es sind komplette neue Gesellschaften mit neuen Beschäftigungen, neuen Berufen, neuen Werten und alles besteht aus Nullen und Einsen. Es gibt keine Grenzen mehr zwischen Spiel und Wirklichkeit, sondern nur noch zwischen Online- und Offline-Realität.
Die digitale Bohème verdient nicht nur in kreativen Randbereichen der Marketinggesellschaft ihr Geld. Abgesehen von Profi-Gamern und Berufsbloggern pflegen viele Selbständige ihre beruflichen Netzwerke über das Internet. Die simpelste Form bildet der Powerseller, der von und für eBay lebt. Auch technikferne Branchen vom Kleinverlag über die Modedesignerin bis zum eremitischen Imker finden über die neuen Kanäle ihre Kunden.
Die Knotenpunkte der Kommunikation im Web 2.0 sind Weblogs, kurz Blogs, also Themen- und Tagebücher im Netz. Über 100 Millionen Blogs sind Littfasssäule, Zeitung und Kneipe in einem und untereinander vernetzt. Ideen, Themen, Meinungen, Produkte – alles mischt sich und pflanzt sich im Netz fort, wenn es interessant genug ist. Schon bald werden Menschen ohne eigenes Blog angesehen werden wie heute Sonderlinge ohne Handy.